Bengaluru

Unseren ersten Eindruck von Indien hat die Stadt Bengaluru (engl. Bangalore) geprägt – und was soll man sagen, der erste Eindruck ist super positiv!

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Dabei spielen die Stimmung und Dynamiken in der Stadt natürlich eine große Rolle. Bengaluru hat sich in den letzten 10 Jahren beständig weiterentwickelt und wirtschaftlich einen extremen Boom erlebt: internationale Unternehmen, viele Arbeitsplätze, hohes Bildungsniveau, qualifizierte Fachkräfte, steigende Löhne, Ausbau der Infrastruktur, vielfältige Einkaufsmöglichkeiten, Bars und Restaurants und entsprechend viele junge Menschen, die nach Bengaluru kommen, um sich hier ein eigenständiges Leben aufzubauen.

Learning: Bengaluru (offizieller Name in der regionalen Landessprache Kannada) ist die Hauptstadt des Bundesstaates Karnataka und nach Delhi, Mumbai und Kolkata die viertgrößte Stadt Indiens. Das Stadtbild zeichnet sich heute als eine der wichtigsten IT-Zentren Indiens mit einer Vielzahl an Fachkräften aus und findet sowohl bei großen internationalen Unternehmen als auch kleinen Start-Ups viel Anklang. Gleichzeitig wird Bengaluru aufgrund der vielen Grünflächen und Parkanlagen (teilweise auf den Dächern und in den Innenhöfen der neumodernen Bürogebäude) häufig auch als „Gartenstadt“ bezeichnet. Neben der offiziellen Verwaltungssprache Kannada ist Englisch die gängige Sprache

Bengaluru hat sich in unserer Wahrnehmung insgesamt tatsächlich nicht sonderlich von anderen großen Städten, die wir letztes Jahr in Südostasien kennengelernt haben, unterschieden. Natürlich sind die Nuancen und Details doch sehr individuell, aber das allgemeine Stadtbild weist durchaus viele Ähnlichkeiten auf. Viele kleine Dinge kamen uns auf eine bestimmte Art und Weise sehr vertraut vor. Insbesondere der sehr chaotische und laute Verkehr, hat uns sehr stark an Vietnam erinnert. Über die ganzen kleinen Verkaufsstände mit frischem Obst haben wir uns auf jeden Fall sehr gefreut!

Im Gegensatz zu den Bildern und Geschichten, die viele Menschen zu Indien häufig im Kopf haben (leider nicht selten negativ konnotiert), haben wir die Stadt als relativ sauber (im inter-asiatischen Vergleich) empfunden. Es ist kein Geheimnis, dass Müll oftmals einfach am Straßenrand abgeladen wird, aber zumindest in den Bereichen, in denen wir unterwegs waren, hat sich das wirklich sehr im Rahmen gehalten. Zudem sind uns positiv die vielen Mülleimer mit Aufforderung zur Mülltrennung aufgefallen. Extreme Armut war ebenso nicht offensichtlich präsent, wobei der südliche Teil von Indien wohl insgesamt in einer besseren wirtschaftlichen Situation sei als Nordindien. Unerwarteterweise haben wir in den ersten Tag nur sehr wenig Aufmerksamkeit als fremde ausländische Touristen bekommen und wurden auch nur selten nach einem gemeinsamen Foto gefragt. Internationale Gäste scheinen hier gar nicht so Besonders zu sein.

In den ersten beiden Tagen haben wir eine wunderbare Zeit mit Iba, Christopher und Gunther verbracht, gemeinsam tolle Momente erlebt und richtig viel Spaß gehabt! Der direkte Kontakt zu Einheimischen, die uns herzlich empfangen und mit Begeisterung im wörtlichen Sinne an die Hand genommen haben, ist so unfassbar wertvoll. Dadurch durften wir Land und Leute direkt aus einer anderen Perspektive kennenlernen, die einem als fremden Touristen ansonsten leider häufig verborgen bleibt. Genauso wie die Begleitung von Gunther, der unheimlich viel Hintergrundwissen zu Geschichte und Kultur hat und seine Erfahrungen aus vorherigen Reisen in Indien und anderen asiatischen Ländern liebend gerne teilt.

Zusammen haben wir abends die belebte Gegend um unser Hotel erkundet, einen entspannten Ausflug in den Botanischen Garten (Lalbagh) unternommen, das Regierungsgebäude (Vidhana Soudha) angeschaut (allerdings nur von außen) und die ersten kulinarischen Erfahrungen gemacht. Vor allem das gemütliche zusammen sitzen in der Runde und Tee trinken hat seinen ganz eigenen und besonderen Charme. Vielen Dank für die vielen Momente, die uns im Herzen und in Erinnerung bleiben. PS: Die Bilder sprechen wohl für sich…

Ein perfekter Start in das Abenteuer Südindien: ohne zu viele überfordernde Eindrücke, anstrengende Selbstorganisation und dem schrittweisen Herausfinden, wie Dinge eigentlich funktionieren, oder den vielleicht erwarteten Kulturschock. Wir freuen uns schon auf ein paar weitere Tage mit Eva und Christopher zum Abschluss unserer Reise. Gemeinsam mit Gunther geht es nun erstmal weiter zur nächsten Station auf unserer kleinen Entdeckungstour in Südindien.

2 Kommentare zu „Bengaluru“

  1. Pingback: Mysuru – Fuchs und Freiheit

  2. Ich hatte ja glücklicherweise schon vor ca. 10 Jahren die Gelegenheit, Bengaluru im Rahmen eines Arbeitsbesuches für ein Medienprojekt kennen zu lernen. Dadurch war auch mein erster Besuch hier (und mein zweiter Besuch in Indien) auch von viel direktem Kontakt mit lokalen Menschen begleitet, die begleitende indische Medienagentur, die Kundenseite, Lieferanten und natürlich auch die Mitabeiter des Flughafens wo das Medienprojekt installiert wurde. Insgesamt empfinde ich das als enorm bereichernd und bin sehr dankbar dafür, natürlich auch weil ich bei dieser Gelegenheit dann auch Christopher kennen gerlernt habe :-D.
    In meiner Wahrnehmung hat sich die Stadt seitdem verändert, aber natürlich ist das eine sehr subjektive und nur auf fragmentartigen Erfahrungen beruhende Einschätzung. Auf jeden Fall ist es mittlerweile ein Ort, in der ich mich auch dank persöhnlicher Beziehungen sehr wohl fühle – besonders auch im Stadtteil Kammanahalli im Nordosten – und diesen Ort interessierten lieben Freunden näher bringen, erleben und erkunden zu können ist nochmal ein ganz besonderes schönes Erlebniss. Es eröffnet mir nochmal neue Perspektiven und macht sehr viel Spaß – Danke dafür!

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